Reisen mit Kind – Gardasee

Seit drei Monaten steht unsere Welt Kopf. Wir sind jetzt zu dritt. Dass hiermit nun alles anders ist, war uns spätestens mit der Urlaubsplanung klar. Wir als bekennende Fernreisende, nun als Familie unterwegs.

Da wir uns in der Neulings-Eltern-Rolle und dem Babymann nicht gleich einen langen Flug, Jetlag und anderes Klima zumuten wollten, starten wir mit einem Ausflug an den Gardasee. Keine Safari, keine wilden Tiere, kein Abenteuer. Deutschsprachige Essensbestellung inmitten von Souvenirläden und Ferientourismus. Ich habe keine Ahnung, wie mir solch ein Urlaub schmecken wird. Immerhin kein Wasser in den Beinen von beengten Flugzeugsitzen. Kein Umgewöhnen an neue Sitten und Gebräuche. Aber dafür ein Umgewöhnen an die neue Art des Reisens.

Die Vorbereitung. Wir müssen alles vorher planen und buchen.

Ich wälze keinen LonelyPlanet Reiseführer, um die besten Reiserouten und Klimazonen zu erfahren. Wir lassen uns auch nicht überraschen, wo wir noch ein freies Hostel bekommen. Der Nähe brauchende Miniboss schläft bisher nur zwischen uns ein und so benötigen wir immer ein Doppelbett, daher können  wir nichts dem Zufall überlassen. 

Villa Italia Gardasee Arco

Da Kinder nicht ohne Reisepass verreisen dürfen, eilen wir beide noch schnell zum Fotografen, um ein unvorteilhaftes biometrisches Bild mit quadratischem Riesenkopf schießen zu lassen und quälen uns dann auf dem Bürgerbüro gute zwei Stunden in der Warteschlange. Zur Sicherheit mache ich noch ein paar Hamsterkäufe. Wir reisen zwar nicht ins afrikanische Hinterland und Pampers sind mittlerweile international, aber sicher ist sicher und wir wollen ja keinen Schreikrampf riskieren, weil der einzig geduldete Marken-Schnulli verloren gegangen ist.

Neue Herausforderung: Kofferpacken mit Baby. 

Normalerweise reisen wir mit leichtem Gepäck und haben nur das Nötigste dabei. Jetzt reisen wir sogar mit noch weniger und unser Babymann verfügt über einen prall gefüllten Rimowa Koffer, bestückt mit zahlreichen Ersatzklamotten für stets auftretende Spuck- und Windelunfälle und jegliche Wetterlagen und Temperaturumschwünge, einen Beautybeutel mit Cremes für empfindsame Babyhaut, Mittel für alle Wehwehchen und eine Nagelschere für die täglich über Nacht nachwachsenden Fingernägelchen, eine Krabbeldecke, den riesigen Kinderwagen, seine Lieblingswippe, das mondförmige Stillkissen und alles was „Babymann“ eben noch so braucht. Ich muss dann wohl drei Tage das Gleiche anziehen.

Das Auto zu beladen ist wie ein kniffliges Tetris Spiel. Papa muss nun alles alleine machen.

Denn einer muss immer aufs Kind aufpassen.

Ich bin skeptisch, wie das alles reinpassen soll. Wahrscheinlich ist das Auto so voll, dass Junior und ich mit dem Zug nachreisen müssen. Aber der Papa löst das Puzzle. Wow. Ich bin erleichtert, wir brauchen keinen Minivan.

Zeitpläne sind da, um nicht eingehalten zu werden.

9 Uhr Abfahrt. Papas Plan. Um kurz vor neun ist alles im Auto untergebracht. Das Baby bereits auf dem Arm, dann ertönt ein ohrenbetäubendes Riesenknattern. Zurück auf den Wickeltisch, frische Pampers machen. Fertig.

9.12 Uhr. Am oberen Treppenabsatz erneutes Knattern. Wir finden uns wieder am Wickeltisch ein. Der Kleine lacht vor Freude. Oder ist es Schadenfreude? Der Papa hat bereits Schweißperlen auf der Stirn. Er will los, denkt an den vielen Verkehr.

9.31 Uhr. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Denn vom Lachen beim Wickeln bekommt Babymann gerne Schluckauf. Der bringt ihn natürlich zum Weinen, daher muss er bekämpft werden. Dies geht natürlich nur mit einer guten Portion Muttermilch.

10.02 Uhr. Wir befinden uns endlich am Auto. Während des Anschnallens im MaxiCosi ergießt sich ein Schwall überschüssige Milch über den Strampler und Gurt. Kurzes Zögern meinerseits. Dann werde ich offiziell zur Rabenmutter, aber dafür guten Ehefrau, wische die Flüssigkeit nur ab und mute dem Fahrer keine weitere Verzögerung wegen Outfitwechsel zu.

10.15 Uhr. Wir fahren wirklich los.

Er bestimmt, wie Pause gemacht wird.

Alle zwei Stunden ein kurzer Spaziergang im Kinderwagen, so ist der Plan. MaxiCosi Aufenthalte sollen wegen dem Rücken nicht überstrapaziert werden, so soll er sich im Kinderwagen bequem Strecken. Vor der Grenze nach Österreich und nach dem Brenner. Die erste Pause glückt, wir nehmen bei Füssen die Ausfahrt und spazieren um den idyllischen Weißensee. Im Wagen liegen zu müssen wird durch wildes Gemecker verweigert. So darf der Papa den schweren 7 Kilo Brocken auf dem Arm um den See tragen, während die Mama den Kinderwagen über den holprigen Waldwurzelboden rollert.

Weißensee

Weißensee

Er bestimmt, wann Pause gemacht wird.

Zeitverzögerung im Stau vor dem Fernpass. Stillstand wird immer von Schreien aus dem Rücksitz begleitet, weil dann das Auto ja nicht mehr wackelt. Aus dieser Beschwerde wird eine Hungerattacke, bei der der Babymann zu vergessen scheint, dass er vor einer Stunde erst gestillt wurde. Der Verkehr stockt. Rausfahren und Anhalten ist nicht. Gute Zusprache, besänftigende Zischlaute, Händchenhalten und Schnuller versagen. Futter muss her. Wir manövrieren die Babywippe, Picknickdecke und die Kinderwagenwanne einarmig nach vorne, während ich im Austausch versuche, meinen zurückgebliebenen Schwangerschaftsbauch zwischen den Frontsitzen nach hinten durchzuquetschen. Ich schaffe es. Einen vorwurfsvollen Blick erhalte ich noch für das lange Warten, dann wird getrunken und eine andächtige Stille entsteht im Wagen. Wir atmen auf. Diese Ruhe. So schön. Nachdem das zufriedene Kind wieder sicher angeschnallt ist, löst sich der Verkehrsknoten und wir fahren weiter.

Kinder machen die Menschen fröhlich.

Beim Spaziergang beglückwünscht uns eine ältere Dame. Andere Elternteile begrüßen uns, wenn wir einander begegnen. Wenn der Kleine weint, begleiten ihn mitfühlende Blicke, der italienische Putzmann an der Autobahnraststätte findet ihn so „bello“ und die Receptionistin unseres Hotels überlässt die 8 wartenden Gäste ihrem Kollegen und führt direkt einen Check-in mit uns durch. Reisen mit Baby ist also toll. Zumindest wenn es so süß ist wie unser Babymann. Es ist natürlich, dass so alle Eltern von ihren Kindern denken. Bei uns stimmt es aber wirklich …  😉

Villa Italia Gardasee Arco

18 Uhr. Ankunft in Arco. Die Villa Italia sieht toll aus. Die Zimmer sind wunderschön und wir genießen ein paar Momente im großen Garten. Pizza Arco

Leider ist alles nass, denn es ist Regen angesagt. Wir duschen uns kurz ab, dann essen wir eine leckere Pizza und fallen danach ins Bett.

Papa bekommt Verstärkung,

denn der Babymann schnarcht bereits wie eine Armee Holzfäller.

 

Ausschlafen „is nich“.

Sieben Uhr – wir sind wach. Denn er ist es längst und macht Krach. Auch um drei Uhr nachts war er erstaunlich munter und sehr verwundert, dass niemand mit ihm Spielen wollte. Die Nacht war mal wieder sehr kurz. Wir frühstücken gemütlich und der starke italienische Kaffee bekämpft unsere Müdigkeit. Früher haben wir das Frühstück meist verschlafen. Jetzt sind wir die Ersten am Buffet.

Villa Italia Gardasee Arco

Der Wetterbericht zeigt Regen ab nachmittags. Also nutzen wir die frühe Zeit und wandern auf dem Radweg von Arco bis nach Torbole und zurück, der gute 13 KM misst.

Alle Aktivitäten beinhalten ab sofort „frische Luft“

Frische Luft ist gut für den Babymann. Zweimalige Unterbrechung und fieberhafte Suche nach einer Parkbank zum Füttern. Sonst keine weiteren Vorkommnisse. Um drei sind wir zurück und haben gute 14 Kilometer zurück gelegt. Wir sind ziemlich erledigt. Der Babymann auch.

Gardasee Arco Torbole

Gardasee Arco Torbole

Das Hotel verfügt über ein Schwimmbad. Anscheinend mit 30 Grad warmem Wasser. Die richtige Temperatur für unseren Babymann. Hier kann sogar er planschen. 9 Monate war er an 37 Grad gewöhnt. Die Tasche gefüllt mit Schwimmwindeln, Badehose, großem Handtuch, einer Decke und einem Schwimmring und nichts für uns gehen wir in den Schwimmbereich. Erster Schock. Das Wasser ist kühl. Gerade mal 24 Grad. Sollen wir wieder gehen? Wie er das wohl findet? Langsam tauchen wir ihn ein. Erst den Zeh, dann das Beinchen. Er schaut skeptisch. Was soll das? Dann legen wir ihm Freds Swimtrainer an, eine Empfehlung aus dem Mamakurs. Vor zwei Monaten wusste ich nicht einmal, dass es so etwas gibt. Und es scheint ihm zu gefallen. Er lässt sich seelenruhig von uns durchs Wasser treiben und chillt genussvoll mit dem Kopf auf dem Plastikring.

Die Poolzeit beträgt maximal 10 Minuten,

denn Babys kühlen schnell aus. Nach einer halben Stunde finden wir uns im Hotelzimmer wieder, waschen ihm das Chlorwasser ab und packen ihn warm ein, damit er sich mit einer Mütze Schlaf vom anstrengenden Badevergnügen erholen kann. Wir stärken uns noch mit einem Abendessen und sind

um 22 Uhr bereits im Bett und Schlafen.

 

Arco Gardasee Italien

Eine kurze Nacht später, in der der Babymann ein neues Geräusch zum Krachmachen erfunden hat, fahren wir nach Riva und bummeln durch die Einkaufsstraße. Gardasee Riva

Während wir uns mit schwarzen Augenrändern und schweren Lidern durch die Gässchen quälen, schnarcht Babymann die Müdigkeit im Kinderwagen weg.

Riva ist hübsch, ich schlendere in die kleinen Boutiquen und stelle leider fest, dass die italienischen Größen nicht mehr so richtig passen. Aber ist ja nicht so, dass man nichts im Schrank hätte…

Gardasee Riva

Als nächsten Stopp fahren wir zum Ledro See. Zum Glück ist es einigermaßen frisch und wir werden langsam fit. Die Strecke ist etwas holprig, führt aber in 10 Kilometern idyllisch um den See herum, nur ein kleines Stück müssen wir direkt an der befahrenen Straße gehen, der Rest ist wunderschön.

Ledro See Gardasee

Ledro See Gardasee

Ledro See Gardasee

 Nach einem weiteren Minibesuch im Schwimmbad was heute nicht ganz so gut ankommt wie gestern, machen wir uns auf die Suche für ein lauschiges Plätzchen zum Abendessen. Wir entdecken in einem Gässchen zwei freie Plätze. Da die Bestuhlung recht eng ist, fragen wir aus rhetorischer Höflichkeit das Pärchen am Nachbartisch, ob der Kinderwagen sie störe. Nach einem deutlichen „ja“ ziehen wir erschrocken weiter.

Kinder bilden Fronten.

Manche Menschen mögen einfach keine Kinder. Ich bisher auch nicht sonderlich. Aber ich hätte auf solch eine Frage dennoch niemals mit „Ja“ geantwortet. Nach einigen belegten Restaurants entdecken wir einen charismatischen Hinterhof mit excellenter Küche und bedanken uns bei dem Kinderhasser Pärchen, wegen deren Missmut wir nicht den Platz an der Touri Meile angenommen haben. Um uns zu zeigen, dass das Leben mit Kind durchaus wunderbar ist, bestärkt uns der Babymann und schläft die ganze Zeit brav durch.

Abreise. Die fünfzehn Gepäckstücke müssen wieder ins Auto verbastelt werden. Diesmal geht es bereits schneller. Jeder Handgriff sitzt. Dann fahren wir los und steuern Malcesine für einen kleinen Stadtbummel an. Wir werden von einer dreißig Mann starken Blasorchester Gruppe empfangen.

 Mit Kind bevorzugt man Stille.

Wir flüchten. Doch an der nächsten Ecke macht das nächste Jugendorchester seine Aufwartung. Leider tröstet hier auch das schöne Ambiente nicht über den Krach hinweg. Nach der dritten Kapelle geben wir auf und fahren mit dem Auto weiter bis Bardolino.

Malcesine Gardasee

Bardolino ist nett, allerdings hatten gefühlte dreißigtausend Touristen die gleiche Idee wie wir und bummeln am Ufer entlang. Wir schieben uns ein wenig mit den Massen am See entlang, dann mögen wir nicht mehr.

Bardolino Italien Gardasee

Bardolino Italien Gardasee

So entscheiden wir uns für eine große und sehr leckere Portion Eis und lassen dann auch Bardolino wieder hinter uns.

Bardolino Italien Gardasee

Unsere neue Unterkunft liegt Richtung Verona, etwas außerhalb von Bussolengo. Der Empfang ist wahnsinnig nett, doch beim Blick aufs Zimmer verfallen wir kurz in Schockstarre. Über Geschmack lässt sich bekanntermaßen streiten, aber unser Domizil sieht aus wie ein Stundenhotel. Die Anlage ist hübsch und passt ins italienische Bild, die Dekoration aus der roten Rosen Tischdecke, rotem Herzbezug des Bettes, rote Stoffrosen und einem Weihnachtsengel im Regal lässt uns kurz blass werden. Selbst der Babymann reißt die Augen weit auf und fragt sich, wohin ihn seine Eltern denn jetzt verschleppt haben. Dann entdecken wir eine Waschmaschine im Bad und freuen uns. Seit wir ein Kind haben läuft die Waschmaschine toujours. Ein Glück, dass es hier eine gibt.

Mit Kind wird man dann doch irgendwie praktisch.

Bussolengo

Kitsch Italien Ferienwohnung

Bei diesem Ambiente will man dann doch schnell nach draußen entschwinden. Wir entscheiden uns für den Pool, aber irgendwas läuft dem Babymann quer und er brüllt, sobald man ihn nicht um den Pool herum trägt. Auch später geht das Spiel so weiter und Papas Arm hält lange durch, aber eben nicht ewig. So wagen wir einen Ausflug in das Restaurant in Laufnähe, doch innen spielt sich ein ähnliches Szenario ab. Auch hier versucht der starke Papa Beruhigung zu verschaffen, doch Essen im Stehen ist einfach nicht schön, so trage ich den Schreihals draußen spazieren, während der Papa das Essen einpacken lässt. Und so finden wir uns nach fünfzehn Minuten wieder im schicken Liebeszimmer wieder und essen das Mitgenommene. Nach etwas Unmut hören wir den Babymann schwer atmen. Er ist eingeschlafen. Wir lächeln. Denn

wenn es ihm gut geht, geht es uns auch gut.

 

Eine noch kürzere Nacht später machen wir einen Ausflug nach Verona. Wir parken, ignorieren die Anzeige mit den fiesen Parkgebühren und laufen in die Innenstadt. Zuerst an der wunderschönen Arena vorbei, in der ehemals Gladiatorenkämpfe stattfanden, heute aber wunderschöne Opern aufgeführt werden.

Arena Verona

Arena Verona

Verona ist prall gefüllt mit Touristen. Wenn man den Schwärmen an Menschen folgt, gelangt man automatisch an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei, wie dem Dom und natürlich Julias Haus von Shakespeares Werk Romeo und Julia.

Verona

Wir wühlen uns durch die Menge, um einen Blick auf Julias Balkon zu werfen. Die Wände davor sind mit Liebesbotschaften und Namen zigtausender Paare zugepflastert, in der Hoffnung hierdurch ewiges Glück zu erlangen. Schon paradox, wenn man an die tragische Geschichte von Romeo und Julia denkt.

Romeo & Julia Casa de Giulietta

Romeo & Julia Casa de Giulietta

Dann marschieren wir durch die Einkaufsstraße, vorbei an den schicken Fenstern, alle gefüllt mit dicken Winterjacken, während uns hier die Sonne auf unseren Pelz brennt. Nach einem kleinen Spaziergang über die Brücke Ponte Pietra gelangen wir an den wunderschönen Park Giusti, ein wahres Kleinod inmitten der Stadt Verona.

Park Giusti Verona

Park Giusti Verona

Wir genießen die gute Luft und das satte Grün, alles ist perfekt in Form getrimmt. Die Gänge führen uns an Skulpturen und Springbrunnen vorbei, wir entdecken ein Labyrinth, durch das man gar nicht so leicht wieder hinaus findet.

Park Giusti Verona

Während Mama und Sohn eine kleine Fütterung- und Spielpause auf einer versteckten schattigen Steinbank einlegen, erklimmt der Papa die zahlreichen Stufen, um einen fantastischen Blick über Verona als Belohnung zu bekommen.

Verona

Und manchmal ist es noch wie früher, nur mit Kinderwagen eben.

Mit 18 Moskito Stichen am Bein verlassen wir unser überdekoriertes Rosenzimmer. Wir fahren weiter Richtung Süden und machen eine kurzen Stopp in Sirmione. Mit dem Kinderwagen manövriert es sich etwas mühselig durch die engen Gassen. Hier quetschen sich PKWs und Touristenströme gleichermaßen hindurch und es ist herrscht ein unentspanntes Gedrängel.

Gardasee Italien Sirmione

Gardasee Italien Sirmione

Gardasee Italien SirmioneDas Städtchen hat mal wieder wirklichen italienischen Charme, wenngleich man es auch nicht in Ruhe genießen kann, da jeglicher Flair von all den deutschen Dialekten geprügelt wird, die einem hier um die Ohren sausen.

Es ist klein und überschaubar und bald schon haben wir alles erkundet, was es zu sehen gibt. So flanieren wir noch etwas am Ufer entlang und erliegen mal wieder der nächsten Eisdiele, in der sich unendliche Sortenvielfalt in der Auslage tummeln. Ich entdecke eine leckere mit Streuseln verzierte Waffel und bestelle eine Kugel Bacio.

Ein paar Sekunden später ziert das wohl bisher größte Waffeleis in meinem Leben meine Hand. Zum Glück habe ich nur eine Kugel bestellt, denn dieses Riesending macht mich satt bis morgen. Lecker ist es aber auf jeden Fall…

Sirmione Gardasee

Der letzte Aufenthaltsort wird angesteuert – San Felice del Benaco. Unser Apartment ist herrlich direkt am Ufer des Gardasees gelegen und unter uns befindet sich direkt eine Pizzeria.

Auf einmal bist du froh, wenn du es nicht weit nach Hause hast.

Die Sonne lacht herrlich, keine Spur von beginnendem Herbst und wir genießen die Wärme, während der Babymann lieber ein Vampir ist und im kühlen dunklen Schatten liegt. Natürlich testen wir Abends unsere hauseigene Pizzeria und lernen den wohl lieblosesten Service Italiens kennen.

Zur Begrüßung ist ein ausdrucksloses Nicken alles, die Bestellungsaufnahme besteht nur aus dem Wort „bitte?“ und noch während ich mich an dem Brotkorb bediene, wird er mir weggenommen und abgeräumt. Dass dann die Carbonara auch noch mit Sahne versehen ist, lässt jeden echten Italiener erschaudern.

Passend zur Stimmung im Lokal, ist der nächste Tag regnerisch und ziemlich kühl. Zum Spazieren aber dennoch sehr angenehm. Auch wenn es etwas bergig zugeht um unsere Unterkunft herum, finden wir schöne Wege, die wir mit dem Babymann erkunden können.

Gardasee San Felice del Benaco

Gardasee San Felice del Benaco

Und schon neigt sich auch der erste Familienurlaub wieder dem Ende zu. Nach ein paar Stunden Autofahrt und sechsmaligem Gepäck in die Wohnung bringen, sind wir zurück. Es hat sich einiges verändert. Wir haben nicht mal Jetlag.

Gardasee

Ob uns was fehlt?

Sicher.

Aber wenn dich der Babymann dann anlächelt, kannst du dir nicht mehr vorstellen, was das wohl gewesen sein soll.

Gardasee Sola

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Ein Kommentar zu „Reisen mit Kind – Gardasee

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