Belize – Raggae Beats und Kokosnüsse

Wir sind in mitten in Zentralamerika und befinden uns Belize! Genauer gesagt in Dangriga. Endlich mal eine kleine Spanischpause. Obwohl das Englisch hier gar nicht so einfach zu verstehen ist, da die Einwohner die Hälfte verschlucken und einen sehr starken Akzent sprechen.Die meisten Bewohner hier haben afrikanische Vorfahren. Man sieht, dass nur die Stärksten als Sklaven verschleppt worden sind, denn die meisten Menschen hier sind ebenfalls groß und sehr kräftig im Körperbau. Das ganze Land strahlt totale Ruhe und Freundlichkeit aus. Nach der inneren Zurückgezogenheit der Guatemalteken ist es wie ein Fest, von jedem begrüßt oder angesprochen zu werden. Wir sind bis in die Hauptstadt Belmopan von Guatemala aus gefahren und haben dort den Bus nach Dangriga genommen. Beide Städte haben um die 10.000 Einwohner und verbreiten keine Stadtatmosphäre. Hier in der Nähe befindet sich auch das berühmte Blue Hole, ein Paradies für alle Taucher, aber nicht Anfänger geeignet, daher schlagen wir es uns gleich aus dem Kopf. Auf der Fahrt hat uns ein Truck überholt, auf dessen Ladefläche zwei Rastajungs mit Militärklamotten saßen. Der Truck hat gehupt und uns zum Anhalten gezwungen. Wir waren uns sicher, dass wir ausgeraubt werden. Umso erleichterter und verdutzter waren wir, als einer der Typen einen Rucksack in unseren Bus brachte, der uns während der Fahrt wohl vom Dach gefallen ist. Wow. Das wäre uns in Guatemala vermutlich nicht passiert. 2009 Belize

Es ist sehr heiß hier und auf Tobacco Island ist leider kein einziges Zimmer mehr frei, daher müssen wir unsere Ursprungsplanung nochmal überdenken. Dann geht es morgen eben erstmal weiter in den Süden. Ich entdecke ein Schild vor einem Café. „lef ya ras dog hom.“ Ja das klingt authentisch – wer es jetzt noch nicht versteht, hier wird man gebeten, seinen verfilzten Hund nicht mit ins Café zu bringen, sondern lieber zu Hause zu lassen.

Wir sind heute mittag mit dem Bus bis nach Independence gefahren und von dort in einem zehnminütigen Fußmarsch bei brennender Mittagssonne und vollem Gepäck zum Ufer gelaufen.  Die Busfahrt war genial. Völlig abgewracktes Fahrzeug, alle Fenster rausgebrochen und im Bus lief Reggae Musik und alle Insassen haben dazu gesungen, gesummt oder geklatscht. Hat richtig Spaß gemacht. Vom Ufer aus haben wir das Boot nach Placencia genommen, das war leider sehr teuer. Hat sich aber gelohnt, denn Placencia gefällt uns sehr gut. Wir waren sogar schon im Meer baden.2009 Belize2009 Belize

Haben nicht so gut geschlafen, die Matratze ist leider eine Katastrophe. Die Klospülung funktioniert auch meistens nicht und im Zimmer wimmelt es von Kakerlaken. Ganz schön widerlich. Somit verbringen wir viel Zeit am Strand. Heute war es leider etwas trüb und kühl, so sind wir etwas auf der Insel herumgewandert, haben Postkarten gekauft und eine Raggae-CD.

2009 BelizeJippie. Aufgewacht und die Sonne scheint wieder. Wir kochen uns ein warmes Frühstück und dann flitzen wir an den Strand. Wir brutzeln ein paar Stunden vor uns hin und genießen die Wärme auf der Haut. Das Meer ist angenehm kühl und traumhaft zum Schwimmen. Die Leute sind alle wahnsinnig freundlich, jeder grüßt, jeder lacht. Es gibt ein Sprichwort, dass wenn man in Belize 10 Dollar auf der Straße verliert, man an dieser Stelle am nächsten Tag 20 Dollar vorfindet.

Heute sind wir über die Schottenpiste von Placencai zurück nach Dangriga gefahren. Neuer Versuch, auf die kleine Insel zu kommen. Wir haben eine zauberhafte Lodge zum Übernachten gefunden und freuen uns auf morgen.2009 Belize

Heute früh wurden wir um halb zehn mit dem Boot vor dem Riverside Café abgeholt und sind nach einer Stunde abenteuerlichen Schanzensprüngen mit Captain Buck nass bis auf die Knochen auf Tobacco Caye angekommen. Wir haben am anderen Ende der Insel ein wunderschönes kleines Holzhäuschen von insgesamt zwei Stück reserviert. Unseres ist definitiv das schönste auf der ganzen Insel. Das Haus steht mitten im Wasser und wir haben eine großartige Sicht auf das weite Meer, hat sich also gelohnt, etwas mehr auszugeben. 2009 BelizeWir können direkt vom Balkon aus ins Meer zum Schnorcheln springen und haben allerlei Bewohner bereits entdecken können. Es gibt viele Schneckenkrebse, Korallen und bunte Fische. Eine freundliche dicke Mama bekocht uns mittags und abends in ihrem Haus und wir fühlen uns pudelwohl. Das ist Urlaub. 2009 Belize 05-03-14 Tobacco Keye Fischfang_Fotor_CollageSo plätschern die Tage ins Land und wir verbringen die Zeit mit schnorcheln, baden und Unterhaltungen mit Einheimischen. Wir haben uns für 5 Dollar ein Kajak gemietet und sind zum Riff ratsgepaddelt. Die Unterwasserwelt war noch beeindruckender als bisher entdeckt. Die ganze Insel ist mit Schneckenhäusern dekoriert, wir haben einen Fischer danach gefragt und er erklärte uns, wie sie mit den Schnecken vorgehen. Leider keine besonders angenehme Sache für die Hausbewohnerin, die Schnecke wird nämlich hinten durch die Schale angebohrt, dann lässt sie wohl innerlich das Häuschen los, sie kann entfernt und gegessen werden und später landet ihr Haus als Deko auf der Insel. Hat nun natürlich etwas gruseliges, all die angebohrten Hüllen zu sehen.2009 Belize

Wir reisen mit dem Boot zur letzten Insel auf Belize. Es ist leider kein Vergleich zu Tobacco Caye. Die Insel heißt Caye Caulker und ist sehr touristisch. Hier treffen wir die Insellegende Lyrical King, der sich gerne von Touristen einladen und aushalten lässt. Nach dem wir ihm ein Bier ausgegeben haben und er sich beschwert, dass wir ihm und seinen Freunden den ganzen Abend spendieren sollen, ziehen wir uns aber zurück. Er soll uns nicht den guten Eindruck aller Belizer vermiesen, die uns stets nur freundlich und nicht fordernd begegnet sind.2009 Belize

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